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Mittwoch, 26. März 2025
Volles Haus bei „Industrie braucht Lösungen – Bausteine einer sicheren Zukunft“ in der Stadthalle Troisdorf.
Wie gelingt eine sichere Zukunft für die Industrie in der Region? Dieser Frage widmete sich die Veranstaltung „Industrie braucht Lösungen – Bausteine einer sicheren Zukunft“, zu der die Kunststoff-Initiative Bonn/Rhein-Sieg gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Kunststoff der Troisdorfer Wirtschaftsförderung TROWISTA eingeladen hatte. In kurzweiligen Gesprächsrunden, Impulsvorträgen und mit Praxisbezug diskutierten Experten und Expertinnen über zentrale Zukunftsthemen – und lieferten wichtige Impulse.
„Wir sind ins Gespräch gekommen und haben zum Nachdenken angeregt – genau das war unser Ziel“, resümiert Dr. Christine Lötters von der Kunststoff-Initiative. Alexander Miller, Geschäftsführer der TROWISTA und Leiter des Kompetenzzentrums Kunststoff, ergänzt: „Die positive Resonanz hat gezeigt, dass die richtigen Themen angesprochen wurden – aktuell, relevant und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Das kam nicht nur gut an – es hat belegt, wie groß der Bedarf an genau diesem Austausch ist“.
Den Auftakt bildete die Diskussionsrunde „Digitalisierung – ein langer Weg, fangen wir an“, mit Beiträgen von Jan Besold (Kompass Datenschutz), Oliver Bender (Röchling Industrial) und Hyun-Dee Ro (Kompetenzzentrum für Cybersicherheit in der Wirtschaft in NRW). Sie verdeutlichten: Digitalisierung und IT-Sicherheit sind Grundpfeiler einer zukunftsfähigen Industrie, brauchen aber klare Strategien, Ressourcen und Zusammenarbeit.
Mit dem Thema Zusammenarbeit ging es direkt weiter – im Gespräch mit Anna Steinberg von der IHK Bonn/Rhein-Sieg, diesmal mit einem Blick über den Tellerrand auf die Folgen außenpolitischer Entwicklungen für den Außenhandel und die regionale Wirtschaft, insbesondere im Hinblick auf die stetig neuen Entwicklungen in den USA.
Ein weiteres Highlight war die Gesprächsrunde „Bürokratieabbau – so kann es gelingen“ mit Fabian Wagner (Digitalisierungsbeauftragter der Stadt Troisdorf) und Justus Volhard (Gebr. Steimel GmbH & Co. KG), die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten. Der Dialog zeigte, wie wichtig ein Perspektivwechsel ist – und dass Verwaltung und Unternehmen oft vor ähnlichen Herausforderungen stehen, die gemeinsam angegangen werden müssen.
Weitere Perspektivwechsel boten kurze Impulsvorträge zwischen den Gesprächsrunden. Hier kamen regionale Akteure aus Kammern und Wirtschaftsförderungen zu Wort und stellten Themen und Initiativen aus der Region vor. Unter dem Programmpunkt „Im Kreis tut sich was“ wurden aktuelle Entwicklungen und Transformationsprozesse auf regionalen Industrieflächen präsentiert – darunter das Schoeller-Gelände in Eitorf, das Innovations-Quartier in Neunkirchen-Süd und die neuesten Flächenentwicklungen in Troisdorf. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Industrieflächen durch kommunale Initiative, nachhaltige Konzepte und gezielte Netzwerkbildung wiederbelebt und zukunftsfähig gestaltet werden können.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch persönliche Gespräche beim Networking und einen optimistischen Ausblick: „Industrie braucht Lösungen – und dafür brauchen wir den Schulterschluss in der Region“, betonten die Gastgeber. Die rege Beteiligung und die lebendigen Diskussionen zeigen: Dieser Schulterschluss ist auf dem besten Weg.
Die Kunststoff-Initiative Bonn/Rhein-Sieg
„Kunststoff - das Material mit Perspektiven“ - mit dieser Aussage ist die Kunststoff-Initiative in der Region angetreten. Gemeinsam will man aufklären, die Verbraucher der Region mit korrekten Daten und Fakten versorgen und zur sachgerechten Diskussion zum Material Kunststoff beitragen. Anhand von verschiedenen Einsatzfeldern soll gezeigt werden, wie wichtig gerade in Zeiten von hohen Hygieneanforderungen und CO2 Reduzierung Kunststoffe sind. Zu den Mitmachern der Kunststoff-Initiative gehören: Dr. Reinold Hagen Stiftung, Hennecke GmbH, Kuhne Group, LEMO Maschinenbau GmbH, Siegfried Pohl Verpackungen GmbH und Röchling Industrial.
Kompetenzzentrum Kunststoff Troisdorf:
Das Kompetenzzentrum Kunststoff Troisdorf wurde 2011 von der Troisdorfer Wirtschaftsförderung (TROWISTA) als Projekt ins Leben gerufen. Ziel war und ist es, die Zusammenarbeit der Troisdorfer Firmen im Kunststoffbereich weiter zu fördern und zu bündeln. Die Idee des losen Netzwerkes ohne Vereinsstrukturen ist es. unter anderem regelmäßige Netzwerktreffen zu organisieren, um mit Fachbeiträgen und Betriebsrundgängen den Blick füreinander zu schärfen und die Solidarität zu fördern. Besonderer Fokus innerhalb des Netzwerkes liegt auf dem Erfahrungsaustausch, Stärkung der Netzwerkstrukturen und der Initiierung von Kooperationsprojekten unter den Unternehmen und Kooperationspartnern. Das Kompetenzzentrum Kunststoff ist Regionalpartner im Dachverband kunststoffland NRW.
Dr. Christine Lötters und Alexander Miller blicken zufrieden auf eine gelungene Veranstaltung – das erfolgreiche Format fand bereits 2024 erstmals statt. (Foto: Kunststoff-Initiative)